Die GEW-Zeitschrift Ausgabe 4/2019 „Erziehung und Wissenschaft“ zeigt links eine Flugeisewerbung nach Vietnam und rechts die Klimaaktivistin Greta, die konsequenterweise nicht zu ihren Meetings fliegt (wegen Klima und so).

Nachdem ich dann den einleitenden Kommentar gelesen habe fiel es mir wie Schuppen von den Augen und ich beschloß, trotz drohender sozialer Nachteile Zivilcourage zu zeigen und die Mitgliedschaft zu kündigen.

War doch richtig-oder?

Der Gefangene

Ich hab’s mein Lebtag nicht gelernt,
mich fremdem Zwang zu fügen.
Jetzt haben sie mich einkasernt,
von Heim und Weib und Werk entfernt.
Doch ob sie mich erschlügen:
Sich fügen heißt lügen!

Ich soll? Ich muß? ­ Doch will ich nicht
nach jener Herrn Vergnügen.
Ich tu nicht, was ein Fronvogt spricht.
Rebellen kennen beßre Pflicht,
als sich ins Joch zu fügen.
Sich fügen heißt lügen!

Der Staat, der mir die Freiheit nahm,
der folgt, mich zu betrügen,
mir in den Kerker ohne Scham.
Ich soll dem Paragraphenkram
mich noch in Fesseln fügen.
Sich fügen heißt lügen!

Stellt doch den Frevler an die Wand!
So kann’s euch wohl genügen.
Denn eher dorre meine Hand,
eh ich in Sklavenunverstand
der Geißel mich sollt fügen.
Sich fügen heißt lügen!

Doch bricht die Kette einst entzwei,
darf ich in vollen Zügen
die Sonne atmen ­ Tyrannei !
Dann ruf ich’s in das Volk: Sei frei!
Verlern es, dich zu fügen!
Sich fügen heißt lügen

Nicht nür für die Helden beider Weltkriege

Bei den Gedenkfeiern am Volkstrauertag 2018 will ich derjenigen gedenken, die gestorben sind für eine gesunde Umwelt, für den Erhalt der Vielfalt in Flora und Fauna und die immer noch in den Gefängnissen sitzen oder zum Krüppel gefoltert wurden, weil sie mehr an unsere Nachkommen gedacht haben als an ihre eigene Unversehrtheit.

Sie kämpfen nicht für Geld, Ideologien, Kaiser oder Führer.Sie riskieren ihre Karriere, ihren Besitz, ihr Ansehen, ihre Gesundheit und ihr Leben für uns und unsere Kinder.

Wie viele sind gestorben für Öl, Bodenschätze, Kartelle und „den Markt“ und wieviele sind schwer an Leib und Seele verwundet für gierige und verwirrte Führer aus „heiligen“ Kriegen zurückgekehrt- wieviele sind Opfer sinnloser Gewalt und verblendeter Machtsucht geworden?

Es sind mehr, als es nur die offiziellen Zahlen belegen.

Zu ihnen gehören auch die Helden, die im alltäglichen Lebenskampf gescheitert sind, die Ausgegrenzten, die Unvollkommenen, die Spinner, Spastis und Psychos.

Es ist noch nicht lange her, da brannte der Hof des Biobauern, die Kinder von Vegetariern wurden in der Schule ausgelacht, der erste Grüne im Ortsrat wurde öffentlich verspottet und wehrhafte Indios wurden für Fensterrahmen-Holz schlicht mit Grippe infiziert.

Walfängerboote rammten Walretter und wer mit dem Rad zur Arbeit fuhr war arm. Die Ökos waren rauschgiftsüchtig, hatten lange Haare ihre viele Frauen waren Lesben und trugen Kröten über die Strasse.

An diesem Volkstrauertag möchte ich eben auch an diese Opfer von Gewalt denken die nichts anderes wollten als für die Kinder eine lebenswerte Welt zu hinterlassen.

Daher bat ich den Bundespräsidenten per Mail zweimal darum, seine Rede  zu ergänzen: (es folgt die alljährliche Rede mit einem Ergänzungsvorschlag)

„Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.

Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

Wir gedenken heute auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache Opfer geworden sind.

Und wir gedenken jener, die im Kampf für eine lebensfreundliche Umwelt Opfer von unserer Gier und Gleichgültigkeit geworden sind.*

Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten, und teilen ihren Schmerz.

Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“

*     Dies ist mein Vorschlag-so oder so ähnlich

auf meinen Brief habe ich bis jetzt noch keine Antwort erhalten. Hier das Schreiben:

Lieber Herr Bundespräsident-

ich bin ein  Rentner und Sie sind der Präsident meines Heimatlandes.Trotzdem hoffe ich, dass Sie diesen Brief lesen und den Inhalt gut und richtig finden.

Nach etlichen nicht gelungenen Versuchen, mein Anliegen höheren Stellen vorzutragen gibt es für mich nur noch wenige Möglichkeiten. Eine davon ist dieses Schreiben an Sie.

Eine Weitere wird eine „Einmann-Initiative am 18.11.18“ sein, bei der ich mit Flugblättern und Plakaten aufmerksam machen will auf eine Gruppe von Menschen, die überall auf der Welt schon früh vor den Folgen unserer Habgier und der damit verbundenen  Rücksichtslosigkeit und Zerstörung unseres Lebensraumes gewarnt haben und deswegen oft verletzt, vertrieben oder sogar getötet wurden.

 Mein Anliegen:

Können Sie bitte in Ihrer Rede zum diesjährigen Volkstrauertag auf diese Pioniere hinweisen?

 Ich glaube, dass sie genauso wichtig sind wie die Opfer der Kriege und unser Gedenken würdig verdient haben.

Zusatzvorschlag:

„Wir vergessen nicht die getöteten, diskriminierten, verfolgten, gefolterten und inhaftierten Menschen und deren Kinder, die lange vor der Ökowelle den Hass , die Ablehnung und Ausgrenzung der Bürgerinnen und Bürger erlitten, die heute bio/vegan/achtsam/bewußt auf ihre Gesundheit und „die Umwelt“ achten.

Diese VorkämpferInnen haben uns gewarnt, uns informiert und an uns apelliert, dass wir Geld nicht essen können. Wir haben ihre Kinder ausgelacht, als diese isoliert mit ihrem Salat auf dem Pausenhof standen. „Wir sind doch keine Hasen“ haben wir gespottet und unsere Eltern haben bei „den Spinnern“ keine Kartoffeln gekauft oder auch schonmal den Hof angezündet.

In den anderen Ländern erging es den Warnern und Hinweisern noch schlimmer und viele wurden ermordet oder in den Tod getrieben.“

Ich habe diesen Text an namhafte Organisationen, Parteien und Initiativen (incl. Ministerium) geschrieben und aufgerufen, die Initiative zu unterstützen (Gedenktag für die Ökopioniere). Es gab oft keine oder ein paar wenige  halbherzige oder sogar dumme Reaktionen.

Als ich dann die Liste der Gedenk- und Aktionstage im Internet erforschte, wurde mir klar, was so alles wichtig ist für die Menschen, die im Hier und Jetzt leben.

Ich finde, da paßt ein „Gedenken an die Opfer der  Ignoranz und Dummheit“ gut als Erinnerung daran, was wirklich wichtig ist für die Menschen, die nach uns kommen.

Schön wäre es, wenn dieser Brief dazu beiträgt.

 

– ein Mann, der seine Menschenliebe mit dem Leben bezahlte.

Erich Mühsam: „Trotz allem Mensch sein- Gedichte und Aufsätze“ Reclams Universalbibliothek Nr. 8238

Eine mögliche Orientierungshilfe- gegeben von einem weitsichtigen, warmherzigen und tapferen Menschenfreund

Die „Mutsammler-Redaktion“ wird in Zukunft Auszüge daraus vorstellen- selber kaufen ist auch nicht verkehrt (Reclam kostet in der Regel unter 10 Euro)

 

 

 

„Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.

Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

Wir gedenken heute auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache Opfer geworden sind.

Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten, und teilen ihren Schmerz.

Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern,

und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“

 

Zusatzvorschlag:

„Wir vergessen nicht die getöteten, diskriminierten, verfolgten, gefolterten und inhaftierten Menschen und deren Kinder, die lange vor der Ökowelle den Hass , die Ablehnung und Ausgrenzung der Bürgerinnen und Bürger erlitten, die heute bio/vegan/achtsam/bewußt auf ihre Gesundheit und „die Umwelt“ achten.

Diese VorkämpferInnen haben uns gewarnt, uns informiert und an uns apelliert, dass wir Geld nicht essen können. Wir haben ihre Kinder ausgelacht, als diese isoliert mit ihrem Salat auf dem Pausenhof standen. „Wir sind doch keine Hasen“ haben wir gespottet und unsere Eltern haben bei „den Spinnern“ keine Kartoffeln gekauft oder auch schonmal den Hof angezündet.

In den anderen Ländern erging es den Warnern und Hinweisern noch schlimmer und viele wurden ermordert oder in den Tod getrieben.“

Das Murmeltier hat an alle namhaften Organisationen, Parteien und Initiativen (incl. Ministerium) geschrieben und aufgerufen, die Initiative zu unterstützen (Gedenktag für die Ökopioniere). Es gab keine bzw.einige  halbherzige oder sogar dumme Reaktionen und als ich dann die Liste der Gedenk- und Aktionstage im Internet erforschte wurde mir klar, was so alles wichtig ist für die Menschen, die im Hier und Jetzt leben.

Ich finde, da paßt ein „Gedenken an die Opfer der  Ignoranz und Dummheit“ gut als Erinnerung daran, was wirklich wichtig ist für die Menschen, die nach uns kommen.

Schön wäre es, wenn dieser Murmeltierbrief dazu beiträgt.

 

 

Wozu???

Zum Ausrufen eines Gedenktages für all die Opfer, die gestorben oder verletzt oder psychisch krank geworden sind, weil sie auf die Umweltzerstörung ihres Landes, auf die Vergiftung der Luft und des Wassers und die Interessen dahinter hingewiesen haben.

Heute ist „ÖKO“ in-   vor nicht allzu langer Zeit war es ein Schimpfwort, ein Grund, den Hof anzuzünden, ein Grund für Mord, Mobbing und Berufsverbote.

Das vergesse ich leicht, wenn ich meinen Bioquark esse und deswegen schreibe ich darüber.

Es gibt für sehr viele Anlässe einen Gedenktag (Biene, Mediation, deutscher Schlager, betriebl. Mitbestimmung, offene Töpferei, Gebäudetechnik und viele andere wichtige Anlässe zum Andenken)

Gibt es einen Gedenktag für die Menschen, die wegen Hinweisen, Aktionen oder Tätigkeiten in Bezug auf Klimaschäden, Umweltschutz und Kritik an bestehenden Verhältnissen seit 1950 weltweit gestorben, inhaftiert und gefoltert wurden bzw. deren Leben auf andere Weise zerstört wurde?

Gibt es eine veröffentlichte Bitte um Vergebung seitens der Verantwortlichen aus Wirtschaft und Politik?

Gibt es eine Gedenkstätte oder ein Kondolenzbuch?

Wenn nicht- an wen kann ich mich wenden?

Ich habs erstmal im grünen Ortsverband versucht. Jetzt im Netz und vielleicht bald mit anderen Leuten zusammen irgenwo da, wo es gehört wird.

DANN GIBT ES NUR EINS !

Wolfgang Borchert   Oktober 1947

 

Du. Mann an der Maschine und Mann in der Werkstatt. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr machen – sondern Stahlhelme und Maschinengewehre, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN!
Du. Mädchen hinterm Ladentisch und Mädchen im Büro. Wenn sie
dir morgen befehlen, du sollst Granaten füllen und Zielfernrohre für
Scharfschützengewehre montieren, dann gibt es nur eins :
Sag NEIN !

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Rechte Wehrsportgruppen, Wasserverschmutzung, Gewalt an Schulen, libanesische Clans, Mafia, Rocker, Drogen, psychische Belastungen, Wirtschaftskrise, Atomkraft, Klima, künstliche Intelligenz …die Liste ist lang und die Gleichgültigkeit erschreckend.

Seitdem ich denken und lesen kann, haben immer schon ernstzunehmende Menschen gewarnt und auf mögliche Lösungen hingewiesen.

Heute bekunden alle ihre Betroffenheit und versprechen, daß alles besser wird. Neben Hessel, Club of Rome und den Global 2000-Mahnern gibt es immer mehr Einzelkämpfer , die nicht schweigen und die vor allem seriös und zuverlässig recherchieren. Viele Blogger und Internetjournalisten und nicht wenige Whistleblower riskieren Gesundheit und Ansehen, viele werden bedroht oder anders zum Schweigen gebracht.

Einer, der sich schon immer viel Mühe gemacht hat beim Dokumentieren des Wahnsinns ist Günther. Seine zusammengetragenen Daten, Nachrichten und Informationen sind korrekt zitiert, nachlesbar und nun mittlerweile 10 Jahre alt!!!!

Die geschätzte Leserschaft möge selbst beurteilen, was sich bis heute geändert hat.

Danke, lieber Günther- vielleicht kann jemand Deine Arbeit nützlich verwenden. Vielleicht haben sich Deine  Mühen gelohnt.

Günthers Koffer finden Sie ab Juni unter „Publikationen“.