zum Volkstrauertag 18.11.2018

 

„Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.

Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

Wir gedenken heute auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache Opfer geworden sind.

Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten, und teilen ihren Schmerz.

Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern,

und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“

 

Zusatzvorschlag:

„Wir vergessen nicht die getöteten, diskriminierten, verfolgten, gefolterten und inhaftierten Menschen und deren Kinder, die lange vor der Ökowelle den Hass , die Ablehnung und Ausgrenzung der Bürgerinnen und Bürger erlitten, die heute bio/vegan/achtsam/bewußt auf ihre Gesundheit und „die Umwelt“ achten.

Diese VorkämpferInnen haben uns gewarnt, uns informiert und an uns apelliert, dass wir Geld nicht essen können. Wir haben ihre Kinder ausgelacht, als diese isoliert mit ihrem Salat auf dem Pausenhof standen. „Wir sind doch keine Hasen“ haben wir gespottet und unsere Eltern haben bei „den Spinnern“ keine Kartoffeln gekauft oder auch schonmal den Hof angezündet.

In den anderen Ländern erging es den Warnern und Hinweisern noch schlimmer und viele wurden ermordert oder in den Tod getrieben.“

Das Murmeltier hat an alle namhaften Organisationen, Parteien und Initiativen (incl. Ministerium) geschrieben und aufgerufen, die Initiative zu unterstützen (Gedenktag für die Ökopioniere). Es gab keine bzw.einige  halbherzige oder sogar dumme Reaktionen und als ich dann die Liste der Gedenk- und Aktionstage im Internet erforschte wurde mir klar, was so alles wichtig ist für die Menschen, die im Hier und Jetzt leben.

Ich finde, da paßt ein „Gedenken an die Opfer der  Ignoranz und Dummheit“ gut als Erinnerung daran, was wirklich wichtig ist für die Menschen, die nach uns kommen.

Schön wäre es, wenn dieser Murmeltierbrief dazu beiträgt.