noch was von Stephan

Nein heißt NEIN!

Nun, da es jetzt auch amtlich ist könnte man sich ja zurücklehnen und denken: “Alles gut“.

Aber so richtig zu Ende gedacht bedeutet das auch, dass ein NEIN eines Mannes zu einer Frau, einer alten Frau zum Sozialamt, eines Kindes zum Lehrer, eines Angestellten zum Chef, eines Sterbenden zu den Verwandten, eines Messdieners zum Priester, eines Windrotoranlagennachbarn zum Schlagschatten genau soviel wiegt, wie das einer Frau, die nicht will, dass man sie belästigt.

Daneben gibt es noch die Propaganda, die Mediensintflut und das „human brain project“, Verkehrsrundfunk und Popsendergedudel in Cafes und Muckibuden, kreischende Kinder in Restaurants („enstpannen Sie mal wieder –gehen Sie gut essen“) und 1000 andere Gelegenheiten, das klare NEIN auszusprechen.

Ich finde, man sollte ruhig allen lebensunfreundlichen Gewalten ein deutliches lautes NEIN entgegenbellen!

Schön wärs ja, wenn sich alle an die Regel: “was Du nicht willst………..“ halten würden oder spätestens beim unmissverständlichen Stoppsignal aufhören.

Aber so isses nicht immer und ich frage mich, was nach einem nicht befolgten NEIN passiert?

Was die geistige Selbstverteidigung angeht, da hat Stephan mal wieder eine gute Vorlage geliefert.

In seinem letzten Brief beschäftigte er sich mit dem Problem der Werbung, der Manipulation und Verhaltenssteuerung. Dabei fiel ihm auf, das die Verteidigung an sich schon ein Teil eines gewaltsamen Konfliktes ist- um jedoch vorher sich vor ungewollten Einflüssen zu schützen erfordert so was wie „Empfängnisverhütung“.

Ich denke, dass auch dieser Begriff einen Platz im Curriculum bekommen sollte. Eindringen, bedrängen, beobachten, beeinflussen, locken , bedrohen und belohnen sind nicht nur Handlungen, die bei Gewalt und/oder sexueller Gewalt begangen werden- es sind auch Strategien und Taktiken der Politik, der IT-Branche, der Medien, Personalführung, Erziehung und Kultur/Bildung.

Da ist es klug, sich neben Ausweichtechniken, Aufklärung, kritischem Hinterfragen, und miteinander sprechen als Prävention gegen Fremdbestimmung auch dem Fall zu widmen, in dem man ungewollter „Saat“, giftiger Seelenverschmutzung und bohrenden Gedankenkarussells schutzlos ausgeliefert ist.

Ein Antikonzeptivum zum Schutz gegen ungewollte Schwangerschaft, unerwünschte Körperverletzung und ein Bildungskonzept zum Schutz gegen ungewollte Manipulation sind da vielleicht ähnlich und in Teilen nützlich vergleichbar.

Kamma ja maguggen-

In jedem Fall Danke, Stephan

vielleicht hat ja die Eine oder der Andere dazu eine Idee.