Maske, Maske-Hurraaaah!

20 % mehr ferngesteuerte Vibratoren verkauft und im Montagskino ZDF läuft „50 shades of grey“.                                                                                                                      Wenn ich mit Schutzmaske das Sahneschnittchen an der Käsetheke beobachte und mir verrucht die Lippen lecke- also so richtig verrucht!- dann sieht das keiner und trotzdem hab ich das Gefühl, daß es alle sehen.                                                                                  Ganz nebenbei spare ich ziemlich viel Energie, weil sonst mindestens 20 Muskeln ständig damit beschäftigt sind, die „alles-gut“-Miene zu kontrollieren.                              Ach ja, und dann noch das gute Gefühl, ein guter Mensch zu sein, der die Maske zum Schutz seiner Mitmenschen aufsetzt!                                                                                      So betrachtet beginne ich Quarantäne und Maskenpflicht in einem anderen Licht zu sehen- und denk mir dabei so bei mir:                                                                                 Soooo übel isses ja nun auch wieder nicht!                                                                           Und jetzt mal ehrlich- ich hab in den letzten Tagen mehr Kunst, Pracht, Humor und Einfallsreichtum in der schönen neuen Maskenwelt gesehen als in den 50 Jahren davor.

 Zum Abschluß laßt mich einen weisen Mann zitieren (oder wars eine Frau?):                                                           „in personis eorum cognostcetis eos“

               "An ihren Masken sollt ihr sie erkennen!" 

  Ich glaube es war Kleinbrenner- aber so genau weiß das niemand.

 

Ganz zum Schluß ein Hochgenuß aus der Tagespresse:                                                      BILD 28.4.20 auf Seite 3 wird ein IT-Ingenieur zitiert:                                                             „Für die Maske gebe ich keinen Cent aus. Als Brillenträger ist es sehr störend, weil die Gläser beschlagen“

Neue Westfälische 28.4.20 auf Seite 4 zitiert Carolin Nieder-Entgelmeier eine Optikerin:                                                                                                                                     „Vielen Brillenträgern helfen Masken mit Nasenbügel“ und „………..sollten Brillenträger die Gläser mit Anti-Beschlag-Putzmitteln säubern“

Einfacher kann man kaum den Unterschied zwischen alltagspraktischer Intelligenz und Informationstechnologie-Kenntnis erklären.